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Ostara, Frühlingsäquinox
Geschrieben von: Nahima   
Dienstag, den 29. Januar 2008 um 12:29 Uhr

Ostara, Frühlingsäquinox


21.03.

Die Frühlingstagundnachtgleiche bringt Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt mit dem Aufsteigen der Lebenskraft in Kontakt. Dieser Zeitpunkt ist auch heute noch der Frühlingsanfang. Tag und Nacht haben die gleiche Länge, aber das Licht fängt an sich durchzusetzen. Die Natur beginnt mit einem neuen Zyklus. Die Frühlingstagundnachtgleiche wurde bis zum Vollmond gefeiert. Am Wochenende danach wird das große Frühlingsfest des ersten Vollmondes nach der Frühlingstagundnachtgleiche gefeiert, dieser Zeitpunkt wurde von der christlichen Kirche beibehalten als Ostern. Die germanische Göttin Ostara (angelsächsisch Eostre, Aurora bei den RömerInnen) gibt dem Osterfest ihren Namen. Sie ist eine Licht- und Frühlingsgöttin, die im Osten aus dem Meer aufsteigt, Göttin der Erneuerung, des beginnenden Lebens, des Neuafangs. Keime brechen aus ihren Schuhen hervor, wenn sie über die Erde geht. Das Hauptsymbol dieser Zeit ist das Ei als Sinnbild der von der Göttin neu geborenen Kraft. Mit roter Farbe bemalt (Rot galt als die Farbe des Lebens) zieht es ihre Schöpfungsenergie an und bringt den Besitzerinnen neues Leben. Zur magischen Kraftanziehung wurden die Eier aber auch in vielfältigen Mustern bemalt wie z. B. Schlangen- und Zickzacklinien, die den kosmischen Lebensmustern entsprechen, denn mit der Bemalung wird eine energetische Form in den Kosmos gezeichnet und auf ein bestimmtes Energiemuster, das sich manifestieren soll, verstärkt.

Im Kreis des Jahres spielt die dreifaltige Göttin (Jungfrau, menstruierende Frau, weise Frau) eine große Rolle. Ihr wird ein selbstgewählter Gefährte zur Seite gestellt, der mit ihr den Fortbestand des Lebens (des Jahreskreises) sichert. Zu Ostara befindet sich die Göttin im Stadium der Jungfrau.

Die Sonne hat das Dunkel besiegt und das Licht ist mit dem Dunkel im Gleichgewicht. In der Natur beginnt alles zu grünen und zu blühen. Die Vögel kehren aus dem Süden zurück ? das Leben in der Natur ist erwacht. Nun beginnt der fruchtbaren Periode und die Saatzeit. Der Frühjahrsputz ist beendet und das Leben wird wieder geschäftiger. Nun beginnt endgültig die Zeit des Jahres, in dem Wachstum und Leben herrschen. Es ist die Zeit des Flirts, des Liebäugelns ? neues wächst zusammen. Nach der langen Zeit der Innenorientierung beginnt nun wieder die Zeit der vermehrten Außenkontakte. Der Tod ist überwunden und die Zeit der Fülle wird vorbereitet.

Gottheiten


Eostre/Ostara
Eostre, oder auch Ostara ist eine Frühlingsgöttin, eine Göttin der Fruchtbarkeit und Freundin der Kinder.

Iduna
Iduna ist eine nordische Göttin, welche den Apfel der ewigen Jugend behütet

Teutates
Der keltische Gott steht für die Spitze des Pentagramms, also den Geist/Äther und den Herrscherplaneten des Widders, den Mars. Er wird durch das Schwert - dem Schwert des Verstandes symbolisiert. Teutates ist ein Lehrer und Krieger.

Weiterhin werden alle jungen Gottheiten mit Ostara in Verbindung gebracht, sowie mythologische Gestalten, welche die Tag-und-Nachtgleiche symbolisieren (Bran und Branwen, Airem und Etain, Arthur und Ginevra)
 

Wie kann ich meinen Altar gestalten?

Bei den Farben für den Altar scheiden sich meistens die Geister, da in jedem Buch andere Vorschläge stehen. Vorschläge wären weiß und gelb, sowie alle zarten Frühlingsfarben. Als Blumenschmuck eignen sich alle Frühlingsblumen und frisch erblühte Weidenzweige. Rotgefärbte Eier gelten seit der Antike als Symbole der Wiedergeburt und sind ein Symbol der großen Erdmutter.
 

Räucherungen

Für Ostara sind frische, blumige Räucherungen geeignet z.B.: Veilchen, Rose, Jasmin, Erdbeere, Zitone, Zitronengras, Minze, Katzenminze, Geissblatt und auch Salbei.


Rituale, Symbole & Bräuche

Da Ostara ein Fest der Fruchtbarkeit und des Neuerwachens ist, sind die Rituale und Bräuche dieses Festes damit verknüpft.

Der Frühjahrsputz ist abgeschlossen und man wendet sich nun wieder mehr dem Leben außerhalb des Hauses zu.

Das Holz für Beltane wird gesammelt und die Holzvorräte für das kommende Jahr wurden angelegt. Die Reste diese Holzaktion werden als Ostara-Feuer (heute die Osterfeuer) verbrannt. Bei dieser Gelegenheit wurden auch unbrauchbar gewordene Gegenstände mit verbrannt.

Man hat diesen Zeitpunkt auch genutzt, um sich für begangene Verfehlungen zu entschuldigen. Diese Verfehlungen verbrennen mit dem Ostara - Feuer und machen Platz für einen Neubeginn.

Zu Ostara wurde früh an den Quellen Wasser geschöpft. Diesem Wasser wurde heilende, reinigende und weihende Wirkung nachgesagt.

Die Saat wurde gesegnet, da es den Beginn der Saatzeit in Feld und Garten markierte. Man bat die Götter um eine reiche Ernte und gutes Wachstum der Pflanzen und Tiere.

Projekte, die man an Imbolc geplant hat, können jetzt begonnen werden.

Eier wurden gefärbt, dekoriert, versteckt und von den Kindern gesucht.

Es wurden kleine Amulett-Beutelchen hergestellt und geweiht.

Hasen gelten als Symbol der Fruchtbarkeit, da sie sehr früh im Jahr Junge bekommen. Sie sind außerdem das heilige Tier der Mondgöttin. Aber auch Lämmer und Kücken werden mit Ostara in Verbindung gebracht, da sie als Zeichen neu erwachten Lebens und der Fruchtbarkeit gelten.

Welche Speisen und Getränke passen?

Auch an Ostara wurde Lamm gegessen. Traditioneller ist allerdings Fisch ? vor allem Lachs und Forelle. Natürlich auch Eier und alle Eierspeisen, aber auch Hühnchenfleisch.

Süßigkeiten durften an diesem Tag auch nicht fehlen. Vor allem süßes Brot (wie das heute übliche Osterbrot) wurde gebacken.

Da frisches Gemüse und Salate noch nicht vorhanden waren, wurden natürlich auch noch die Reste der Wintervorräte mit genutzt (z.B. alle Kohlsorten).

In milderen Gegenden hatte man eventuell schon das Glück, Holunderblüten ernten zu können. Diese wurden dann zu einem Teig verarbeitet und zu kleinen Plätzchen gebacken.

Als Getränk war zu dieser Zeit meistens noch Met vorhanden und wurde gereicht.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 09. März 2008 um 16:19 Uhr