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Samhain-Helloween
Geschrieben von: Nahima   
Dienstag, den 29. Januar 2008 um 12:35 Uhr

Samhain - Helloween

 

 

... findet in der Nacht vom 31.10. zum 01.11. statt und ist ein Fest des abnehmenden Halbmondes. Jetzt beginnen die dunklen Wochen des Jahres. Die Verbindung des Festes zum Naturkreislauf ist sehr deutlich. Nach Ausreifung der Früchte, nach der Samenbildung, welken die Pflanzen und sterben ab. Alles vergeht bis auf den neuen Samen, der den neuen Kreislauf in sich birgt. Die Lebenskraft zieht sich bei zunehmender Kälte ins Innerste zurück. Wir müssen lernen, Lebendiges wieder gehen zu lassen und den Tod als Teil des Naturzyklus zu begreifen. Die dunkle Phase im Jahreskreis (schwarzer Aspekt der Göttin) haben wir als ebenso notwendige und wichtige Zeit wie die rote und weiße in den entsprechenden Jahreskreisritualen zu durchwandern.

In der Nacht zum 01. November wird in den meisten Hexentraditionen das Übergangsritual zwischen den Welten gefeiert, zu dem Orakelbefragungen und Kontakte mit der Geisterwelt möglich sind.

Halloween ist keltisch und bedeutet ?Aller Seelen Abend. Bei den Germanen hieß dieses Fest "Holla" oder "Frau Holle". Sie ist die Göttin der Unterwelt, die am Vorabend zu Halloween ihre Pforten öffnet, damit die Toten die Lebenden und die Lebenden die Toten besuchen können. Als Windfrau zieht Holla (oder ?Percht?) mit ihrem wilden Heer umher und schüttelt die letzten Blätter von den Bäumen. Zu Allerseelen heißt es, dass die Seelen der Toten als Kröten oder weißer Nebel erscheinen. Kröten sind die Tiere, die Holla zugeordnet werden. Ähnlich wie zu Allerseelen und Allerheiligen stehen zu Halloween die Geister der Toten im Mittelpunkt. Das keltische Samhain war zugleich Neujahrsfest und wurde als Abschluss und Neuanfang gefeiert. Das Hauptritual galt den während des Jahres Verstorbenen, die sich nach keltischer Vorstellung zunächst noch in der Nähe der Lebenden aufhielten. Das Samhainritual diente der endgültigen Verabschiedung von den Toten und ihrem Geleit ins Totenreich. Den Verstorbenen wurde der Weg mit Feuern oder geschnitzten Kürbisleuchten erhellt, damit sie sich nicht verirrten. Man gab ihnen Speis und Trank mit auf die Reise und auch kleine Geschenke fehlten nicht. Dies geschah vorallem auch, um unguten Geisterspuk vorzubeugen. Die, die ihren Platz im Totenreich gefunden haben, belästigen die Lebenden nicht, und so war die Sorge um das Wohl der Toten zugleich ein Vorsorgen für das eigene seelische Wohl. Die Fürsorge für die Toten reichte meist weit über die erste Novembernacht hinaus.

Viele Kulturen hatten und haben einen ausgeprägten Ahninnenkult, in dem die Verstorbenen in sorgfältig gehüteten Schreinen regelmäßig mitgespeist wurden. In Mexiko gehen die Familien zu Halloween auf die Friedhöfe, um auf den Gräbern im Clan zusammen mit den Verstorbenen zu speisen. Solche Halloweenbräuche bieten den Menschen Platz für ihr Weinen wie für ihr Lachen, Zeit zum Erinnern und Raum zum inneren Verabschieden von den geliebten Verstorbenen, der Tod wird rituell gehüteter Bestandteil des Lebens.


Gottheiten



Gwyp ap Nudd - ( keltisch-walisische Entsprechung der Banshee (Bean-sidhe), eine Art Frau Tod, deren Ruf den Tod voraussagt). Sie nimmt zeitweise die Form einer Krähe an. Diese Art Gottheiten symbolisieren eine Mutter, die ihre Kinder heimruft. Sie sollen sich regenerieren, um neue Kraft zu schöpfen.

Pwyll - ( keltisch ) Gott der Unterwelt, Kraft der Erneuerung

Arawn - ( keltisch ) Älterer Herrscher der Unterwelt. Entspricht Pluto

Ceridwen, Cailleach, Dis, Pluto, Hades

Diesem Fest werden vor allem Götter des Todes, der Unterwelt und der Regeneration zugeordnet, sowie sterbende Gottheiten.



Wie kann ich meinen Altar gestalten?




Bei den Farben für den Altar scheiden sich meistens die Geister, da in jedem Buch andere Vorschläge stehen.

Vorschläge wären:
- orange, schwarz

Kürbisse (in jeder Größe, geschnitzt oder normal), Hexenkräuter und Herbstblumen (z.B. Chrysanthemen) wären der passend Schmuck. Weiterhin stellt man Fotos von verstorbenen Familienmitgliedern und Freunden auf, derer man gedenken möchte.

Als Dekoration für den Altar eignen sich Füllhörner und alles womit sich das Füllhorn füllen läßt ( falls man kein Füllhorn besitzt, kann man auch einen Korb verwenden). Eventuell hat man ja schon zu Mabon angefangen, ein Füllhorn aufzustellen und hat es weiter befüllt. Nun kann man noch kleine Kürbisse dazu legen.





Räucherungen


Samhain sind die Räucherungen frisch-würzig und lebensbejahend.
z.B.: Salbei, Muskat, Apfel, Minze



Bräuche, Symbole & Rituale


Rituale und Bräuche zu diesem Fest sind mit Ende und Neuanfang verbunden. Mit den Toten, der Geisterwelt, den Seelen, der Dunkelheit, aber auch der Hoffnung auf Neubeginn und Leben. Es ist Anfang und Ende, deshalb auch für viele Hexen das Neujahrsfest.

Diese Fest wurde gefeiert, um den Verstorbenen zu gedenken und ihren Seelen sicheres Geleit in die Anderswelt zu geben. Viele Bräuche sind deshalb mit Tod und mit der Geisterwelt verbunden, aber auch mit der Hoffnung auf neues Leben.

Es ist die Zeit vor dem Winter ? der lebensbedrohendsten Zeit des Jahres ? Zeit, noch einmal Energie vor den Tiefen des Winters zu sammeln.

Geschnitzte Kürbisköpfe haben die Aufgabe, den Seelen der Verstorbenen den Weg zu weisen und böse Geister zu verschrecken. Auch Kerzen, welche im Fenster aufgestellt und angezündet werden, haben die Funktion des Wegweisers.




Samhain ist eine Gute Zeit für Divination. Selbst Speisen werden z.B. genutzt, um die Zukunft für das kommende Jahr zu deuten.

Auch vorbeireisende Seelen sind hungrig ? deshalb stellt man ihnen kleine Speiseopfer vor die Tür.

Um die verstorbenen Freunde und Familienangehörigen zu ehren gibt es viele Möglichkeiten. z.B. sollte man das Grab der Verstorbenen aufsuchen und sich bei ihnen bedanken und ihnen viel Glück auf ihrer Reise wünschen. Weiterhin stellt man ein zusätzliches Gedeck auf den Tisch ? für den Verstorbenen. Allerdings wird dieses Mahl dann schweigend eingenommen.

Aber nicht nur die Toten werden geehrt, sondern auch die Geister vertrieben, die ihnen den Weg erschweren wollen. Dazu dienen gruselig geschnitzte Kürbisse, Verkleidungen, Totenköpfe, Geister ? also alles, was gruselig ist.

Auch an Samhain werden Feuer entzündet. In ihnen verbrennt man all die Dinge, die vom letzten Jahr übrig sind (Ritual-Bänder, Blumenkränze von Beltane, den Inhalt des Füllhorns u.s.w.).



Welche Speisen und Getränke passen?


Die Ernte ist beendet, aber man fängt an, nicht mehr so verschwenderisch mit den Vorräten umzugehen. Der kommende Winter könnte sehr lang werden und dafür müssen die Vorräte reichen.

Es wird deftig und energiereich gekocht, um Kraftreserven für die Kälte zu schaffen.

Zu einem Samhain-Mahl gehören in erster Linie Fleisch, rote Weine, Kürbis, Äpfel, Kartoffeln, und vor allem Kohl.

An Brotsorten reicht man Zwiebelbrot oder Kürbisbrot.

Ein deftiger Irish Stew, Rindfleischsuppe, Hühnerbrühe, Fasanen-Suppe, Hammel-Suppe oder auch eine Wild-Suppe.

An Fleisch paßt am Besten jede Art von Wild, Hammel, aber auch Fasan, Gans, oder auch ein Hühnchen, sowie gekochter Schinken und Steaks, Schweinefleisch mit Maronen und Knoblauch.

Als Beilagen reicht man Spinat, Kartoffeln, Kohl, Maronen und jedes Gemüse, das momentan der Saison entspricht.

Ein traditionell-irisches Samhain-Gericht ist "Colcannon". Es wird ursprünglich aus Weißkohl und Äpfeln, heutzutage aber meist aus Weißkohl und Kartoffeln gemacht. Man kann es je nach Bedarf und Vorliebe mit oder ohne Fleisch essen.

Als Dessert kann man alles zubereiten, was man aus Äpfeln machen kann. Versucht doch mal frittierte Apfelringe, Bratäpfel, oder Äpfel in Rotwein, oder auch Apfel-Zimt-Kuchen, Nußkuchen, Honig-Mandel-Bonbons. Falls man seinen verstorbenen Verwandten und Freunden gedenkt, sollte man einen Begräbnis-Kuchen backen.

Passende Getränke wären: Rotwein, Hot Whiskey und Irish Coffee

Traditionell werden an Samhain Dinge im Essen versteckt. Sie sollen etwas über das kommende Jahr des Finders aussagen. Meist versteckt man diese Gegenstände im "Colcannon" oder in einem Kuchen. Die Gegenstände werden vorher in etwas Backpapier eingepackt. Bitte achtet aber darauf, das die Gegenstände nicht zu klein sind, damit niemand ausversehen eines verschluckt !!!

- 1 Glöckchen (Altjungfernschaft, d.h. kein Partner in Sicht)
- 1 Ring (Heirat)
- 1 Erbse oder ein Stein (Armut)
- 1 Stöckchen (Reise)
- 1 Münze (Reichtum)
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 09. März 2008 um 15:50 Uhr