Seifenrezepte und Anleitung Vorsichtig! Natronlauge kann Verätzungen verursachen. Deswegen sollte es vorsichtig und mit bedacht gehandhabt werden. Hier eine Anleitung, die ich von Gertrauds Seifenseiten entnommen habe. Auf Ihrer Seite gibt es noch viel mehr über Seifen: Salbeiseife Beispielberechnung: Kokosfett/Öl 250g X 0,191 47,8g Palmöl 500g X 0,142 71,0g Rapsöl 150g X 0,124 18,6g Olivenöl 100g X 0,135 13,5g
Summe 1000g 150,9g
Um die Seife 5 % zu überfetten nehme ich die Gesamtmenge an Natronlauge und multipliziere sie mal 0,95. 150,9 x 0,95 = 143,3g Natronlaugenperlen bzw. Pulver Wassermenge für die Laugenlösung 35 % von 1000g Fett/Ölmischung = 350 g Wasser = 350 ml Wasser oder Kräutertee 40 % von 1000g Fett/Ölmischung = 400 g Milch. Wenn die Natronlauge in Milch gelöst wird muß wegen der Teilverseifung der Milchfette 40 % verwendet werden. Rezept: 250 g Kokosfett/Öl 500 g Palmöl 150 g Rapsöl 100 g Olivenöl 143,3 g Natronlaugenperlen 350 ml Wasser oder Kräutertee (z. B. Brennesseltee oder Kamillentee) 4 EL frisch gehackter Salbei 10 ml Salbeiöl 5 ml Rosmarienöl Die Öle/Fette auf ca. 60 Grad Celsius erhitzen. Die Natronlauge(NaOH, Vorsicht Verätzungsgefahr!) ganz langsam und portionsweise in das Wassser (niemals umgekehrt) schütten und umrühren bis sich die Natronlauge aufgelöst hat. Kontrollieren ob der Fettansatz und die Natronlauge in etwa die gleiche Temperatur haben. Sie können sich um 10 - 20 Grad Celsius unterscheiden. Dann die Natronlauge zum Fettansatz geben. Wenn beide Flüssigkeiten sehr unterschiedlich warm sind kann es beim Verseifungsprozess um auskristalisieren von NaHO kommen. Die Seife wäre dann unbrauchbar. Die Seifenmasse gut rühren bis sie sich verdickt. Dies kann je nach verwendeten Fetten zwischen 30 Minuten und 4 Stunden dauern. Sie können auch zwischendurch einen Mixer zum Rühren verwenden, allerdings immer nur ganz kurz. Die Seife soll schließlich keine Emulsion durch rohe Gewalt bilden sondern richtig verseifen. Bilden Lauge und Seife nach einiger Zeit eine homogene Masse und scheidet sich kein Fett mehr ab so können die Zusätze hinzugefügt werden. In unserem Fall die ätherischen Öle und der Salbei. Nochmals gut umrühren und die dickflüssige Seife vorsichtig in Formen füllen. Während dem chemischen Prozess des Verseifens bleibt die Seifenmasse heiß. Der Verseifungsprozess kann unterstützt werden indem man die Seifenformen gut Isoliert (z. B. mit einer Decke umwickeln) oder die Seifenform für ca. 1/2 h bei 90 Grad Celsius in ein Backrohr stellt. Ist die Seife nach 1 bis 1 1/2 Tagen vorständig erkaltet und fest geworden so kann man sie aus der Form lösen (wenn die Form zuvor eingefettet wurde geht das leichter) und in handliche Stücke schneiden. Die Seife kann dann noch nicht sofort verwendet werden. Sie ist noch die scharf. Die Seife muß wie ein Käse noch einige Wochen "reifen". Mindestens 4-5 Wochen manche Seifen sogar länger (z. B. Olivenölseife oder Seifen mit Milch). Olivenölseife 400 g Olivenöl 100 g Kokosöl 68,7 g Natronlauge 175,0 g Destilliertes Wasser 10 ml Äth. Duftöl Kosmetikpigmente Der oben angeführten Anleitung folgen. Vor dem Einfüllen in die Form etwas von der Seifenmasse auf die Seite nehmen und mit den Kosmetikpigmenten einfärben. Damit kann beim Einfüllen in die Form die Seifenmasse marmoriet werden.
Wichtig: Bei jeder selbsthergestellten Seife mit einem Lackmuspapier oder ähnliches den ph-Wert überprüfen um Schädigungen der Haut zu vermeiden. Der ph-Wert darf den Wert 5 nicht unter- und den Wert 8 nicht überschreiten. Viel Spaß dabei. Und um noch viel mehr über Seifen zu erfahren, besucht Gertrauds Seifenseiten.
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