Hexenweihe.de

Die Hexencommunity.

Seifenrezept - Seifenherstellung
Geschrieben von: Viper   
Donnerstag, den 14. Februar 2008 um 06:59 Uhr

Seifenrezepte und Anleitung


Vorsichtig! Natronlauge kann Verätzungen verursachen. Deswegen sollte es vorsichtig und mit bedacht gehandhabt werden.

 

Hier eine Anleitung, die ich von Gertrauds Seifenseiten entnommen habe. Auf Ihrer Seite gibt es noch viel mehr über Seifen:

 

Salbeiseife

Beispielberechnung:


Kokosfett/Öl 250g X 0,191 47,8g
Palmöl 500g X 0,142 71,0g
Rapsöl 150g X 0,124 18,6g
Olivenöl 100g X 0,135 13,5g


Summe 1000g 150,9g


Um die Seife 5 % zu überfetten nehme ich die Gesamtmenge an Natronlauge und multipliziere sie mal 0,95.
150,9 x 0,95 = 143,3g Natronlaugenperlen bzw. Pulver

Wassermenge für die Laugenlösung
35 % von 1000g Fett/Ölmischung = 350 g Wasser = 350 ml Wasser oder Kräutertee
40 % von 1000g Fett/Ölmischung = 400 g Milch. Wenn die Natronlauge in Milch gelöst wird muß wegen der Teilverseifung der Milchfette 40 % verwendet werden.

Rezept:

250 g Kokosfett/Öl
500 g Palmöl
150 g Rapsöl
100 g Olivenöl

143,3 g Natronlaugenperlen
350 ml Wasser oder Kräutertee (z. B. Brennesseltee oder Kamillentee)

4 EL frisch gehackter Salbei
10 ml Salbeiöl
5 ml Rosmarienöl



Die Öle/Fette auf ca. 60 Grad Celsius erhitzen.

Die Natronlauge(NaOH, Vorsicht Verätzungsgefahr!) ganz langsam und portionsweise in das Wassser (niemals umgekehrt) schütten und umrühren bis sich die Natronlauge aufgelöst hat.
Kontrollieren ob der Fettansatz und die Natronlauge in etwa die gleiche Temperatur haben. Sie können sich um 10 - 20 Grad Celsius unterscheiden. Dann die Natronlauge zum Fettansatz geben.
Wenn beide Flüssigkeiten sehr unterschiedlich warm sind kann es beim Verseifungsprozess um auskristalisieren von NaHO kommen. Die Seife wäre dann unbrauchbar.

Die Seifenmasse gut rühren bis sie sich verdickt. Dies kann je nach verwendeten Fetten zwischen 30 Minuten und 4 Stunden dauern. Sie können auch zwischendurch einen Mixer zum Rühren verwenden, allerdings immer nur ganz kurz. Die Seife soll schließlich keine Emulsion durch rohe Gewalt bilden sondern richtig verseifen. Bilden Lauge und Seife nach einiger Zeit eine homogene Masse und scheidet sich kein Fett mehr ab so können die Zusätze hinzugefügt werden. In unserem Fall die ätherischen Öle und der Salbei.
Nochmals gut umrühren und die dickflüssige Seife vorsichtig in Formen füllen.

Während dem chemischen Prozess des Verseifens bleibt die Seifenmasse heiß. Der Verseifungsprozess kann unterstützt werden indem man die Seifenformen gut Isoliert (z. B. mit einer Decke umwickeln) oder die Seifenform für ca. 1/2 h bei 90 Grad Celsius in ein Backrohr stellt. Ist die Seife nach 1 bis 1 1/2 Tagen vorständig erkaltet und fest geworden so kann man sie aus der Form lösen (wenn die Form zuvor eingefettet wurde geht das leichter) und in handliche Stücke schneiden.

Die Seife kann dann noch nicht sofort verwendet werden. Sie ist noch die scharf. Die Seife muß wie ein Käse noch einige Wochen "reifen". Mindestens 4-5 Wochen manche Seifen sogar länger (z. B. Olivenölseife oder Seifen mit Milch).

Olivenölseife

400 g Olivenöl
100 g Kokosöl

68,7 g Natronlauge
175,0 g Destilliertes Wasser

10 ml Äth. Duftöl
Kosmetikpigmente

Der oben angeführten Anleitung folgen.

Vor dem Einfüllen in die Form etwas von der Seifenmasse auf die Seite nehmen und mit den Kosmetikpigmenten einfärben. Damit kann beim Einfüllen in die Form die Seifenmasse marmoriet werden.

Wichtig: Bei jeder selbsthergestellten Seife mit einem Lackmuspapier oder ähnliches den ph-Wert überprüfen um Schädigungen der Haut zu vermeiden. Der ph-Wert darf den Wert 5 nicht unter- und den Wert 8 nicht überschreiten.

 

Viel Spaß dabei. Und um noch viel mehr über Seifen zu erfahren, besucht Gertrauds Seifenseiten.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 24. Februar 2008 um 09:15 Uhr